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Umstieg auf Dadant Beuten

2014 hatte ich mir nach über 10 Jahren Arbeit mit Zander-Beuten testweise zwei Dadant-Beuten gekauft. Eine Dadantbeute wurde als Komplettset im Imkereibedarf gekauft und die andere als Bausatz. Die Teile sind vorgeschnitten und müssen „nur noch“ zusammengebaut werden. Erstes Zwischenfazit: wer viel Zeit hat und etwas handwerkliches Geschick, der kann ein paar Euro sparen. Ansonsten macht man mit der Komplettbeute auch nichts falsch.

Das erste Jahr mit Dadant war im „Katastrophenjahr“ 2014 schwierig zu beurteilen. Der verregnete und kühle Mai hatte die Völker in ihrer Entwicklung gebremst und die bis dahin prall gefüllten Honigräume wieder geleert.

Mit etwas Glück passen die Zanderwaben gerade so in die Dadantbeute. Das eröffnet viele Möglichkeiten, sodass auch zu Beginn der Saison umgesiedelt werden kann. Mit der Zeit bringt man die alten Zanderwaben an den Rand und nimmt sie nach und nach heraus.
Die Zanderwaben sind ungefähr ein Drittel kürzer und somit haben die Bienen Platz für Drohnenbau unterhalb der des Rähmchens. Den Drohnenrahmen kann man sich somit in der Umsiedlungszeit sparen.

Im Jahr 2015 folgte die Zweite Saison mit Dadant und ich bemerkte, wie ich immer mehr Spaß an den größeren Kästen fand. Vor allem der ungeteilte Brutraum sagt mir zu, da man keine Brutkästen herumheben muss. Man spart sich das Gewicht und auch den Ärger mit verbauten Zwischenräumen. Die Brutraumwaben sind um einiges schwerer, dafür gibt es in Summe weniger Brutraumwaben zu kontrollieren. Meine Carnica-Völker haben sich auch in den Dadant-Beuten gut entwickelt.

Die Arbeitsweise mit dem Trennschied und kleineren Rähmchen im Honigraum sind natürlich eine ganz Andere und vor dem Umstieg sollte man sich gut über die Dadant-Betriebsweise informieren.

Jedes Beutenformat hat seine Vor- und Nachteile. Mit Dadant lässt es sich an einigen Stellen leichter arbeiten, vor allem der ungeteilte Brutraum hat es mir angetan. Weniger Waben, einfachere Durchsicht = weniger Arbeit.

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