Honig verarbeiten und abfüllen

Nachdem der Honig geschleudert ist, kommen die Eimer auf die Deckel und der Honig wird erst einmal in Ruhe gelassen.

Honig klären

2-3 Tage nach dem Schleudern werden die Eimer geöffnet. Beim Abfüllen gelangen oft noch Wachsteile in den Eimer, dies ist aber kein Problem. Denn Wachs ist jetzt auf der Oberfläche des Honigs und kann leicht mit einem Teigschaber entfernt werden. Auf der Oberfläche ist auch eine feine Schaumschicht, die sich durch die eingeschlossenen Luftbläschen beim Füllen des Eimers gebildet haben. Der Schaum kann auch einfach mit einer Plastikfolie entfernt werden, die auf den Honig gelegt wird. Der so abgetragene Honig kann den Bienen wieder zugefüttert werden oder auch selbst gegessen werden.

Honig impfen

Honig abfüllen

Je nach Verwendungszweck gibt es verschiedene Gefäße. Das wohl meistgenutzte und bekannteste ist das 500-Gramm-Honigglas. Daneben gibt es aber noch weitere Größen wie zum Beispiel 250 Gramm oder auch das 30 Gramm Probiergläschen. Für Kunden, die größere Mengen verbrauchen eignen sich Eimer oder ein 40 Kg Hobbock. Es können auch gebrauchte Gläser oder Eimer verwendet werden, allerdings sollten diese immer frei von Gerüchen sein. Denn Honig nimmt sehr leicht fremde Gerüche an.

Wer Mitglied beim Deutschen Imkerbund (D.I.B.) ist und einen Honiglehrgang besucht hat, darf die bekannten Honiggläser des Verbandes nutzen.

Eine Übersicht verschiedener Honiggefäße

500 g D.I.B. Glas 250 g D.I.B. Glas Keiner Honigeimer 40 Kg Hobbock mit Abfüllhahn

Wenn der Honig für den Verkauf bestimmt ist, muss das Glas mit einer geeichten Waage gewogen werden.

Honig etikettieren

Wenn der Honig verkauft wird gibt es klare Bestimmungen, welche Informationen auf dem Etikett sein sollen:

  • Name und Anschrift des Imkers
  • Füllmenge
  • Ursprungsland
  • Mindesthaltbarkeitsdatum

Dies und noch andere Punkte sind in der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung und in §3 der Honigverordnung beschrieben. Wer sich mit diesem Thema tiefer auseinandersetzen möchte, findet in bei der Seite Gesetze Im Internet die Paragraphen der Honigverordnung mit halbwegs verständlichen Juristen-Kauderwelsch.

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