[:de]Wo die Kästen aufstellen? Der optimale Bienenstandort[:]

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Egal ob in der Stadt oder auf dem Land, überall können Bienenvölker gehalten werden. Und gerade die Stadtimkerei erfreut sich aktuell zunehmender Beliebtheit. Doch wo man seine Bienen aufstellt, sollte gut überlegt sein.

Der Standort sollte generell warm und windgeschützt sein. Ideal ist es, wenn bereits früh morgens die Sonne auf das Flugloch scheinen kann. Dazu wäre noch etwas Schatten zur heißen Mittagszeit perfekt. Dies sind wohlgemerkt alles Empfehlungen wie es optimal für die Entwicklung des Bienenvolkes wäre, es muss nicht sein.

Auch Bienen benötigen Wasser. Falls es in der Umgebung keine natürliche Wasserquelle gibt, sollte der Imker mit einer Bienentränke helfen. Im Bienenstock gibt es Arbeiterinnen, die nichts anderes tun als den ganzen Tag Wasser zu besorgen. Ein Volk mit 40.000 benötigt täglich etwa 40 Gramm Wasser, die Brutzellen benötigen weitere 140 Gramm. Um diesen Bedarf von 180 Gramm pro Tag zu decken, sind ganze 18.000 Flüge zur Wasserquelle notwendig.

Wenn jemand anderes Eigentümer des Grundstücks ist, so muss unbedingt dessen Erlaubnis eingeholt werden.

Standplatz für Bienenvölker finden

Wer keine eigene Aufstellfläche hat, kann sich umhören – denn fragen schadet nicht. Die Bereitschaft einem Imker Platz für seine Bienenvölker zu geben ist oft größer als man zunächst meint. Wieso sollte es auch nicht so sein, schließlich haben wir sehr sanftmütige Bienen. So befinden sich beispielsweise auf dem Dach vom Berliner Dom zwei Bienenvölker oder auch im Garten des Schloss Bellevue. Auch beim örtlichen Imkerverein oder bei Bekannten kann man sich einem Stellplatz umhören.

Bienenhaus, Freistand oder frei aufstellen?

Wenn der Standort gefunden ist stellt sich noch die Frage wie die Kästen aufgestellt und geschützt werden sollen. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, die im Folgenden erläutert werden.

Die einfachste Möglichkeit ist die freie Aufstellung. Dazu genügt es die Kästen mit etwas Abstand zum Boden aufzustellen. Dazu werden oft einfache Holzpaletten oder eine Unterkonstruktion mit 2 Holzbalken genutzt. Dies ist völlig ausreichend, wichtig ist nur, dass die Konstruktion auch stark genug ist, ein Gewicht von 70-100 Kg je Beute aushalten zu können. Der Boden sollte sich bei starkem Regen nicht in ein Sumpfgebiet verwandeln. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Unterkonstruktion durch das Gewicht in den Schlamm gräbt und die Bienenbeute in Schieflage gerät. Die Beuten-Deckel müssen bei freier Aufstellung gegen Regen geschützt sein. Für Beuten gibt es spezielle Blechabdeckungen, die auch einzeln im Imkergeschäft erworben werden können. Aber auch eine Folie, Dachpappe oder ähnliches tut seinen Dienst. Es sollte nur sichergestellt sein, dass das Wetter ablaufen kann, ohne das es in die Kästen läuft.

Der Freistand ist eine Holzkonstruktion, in der die Bienenkästen aufgestellt werden. Der Freistand schützt die Bienenkästen ringsum durch eine Bretterwand und mit einem Dach. Von hinten lässt sich der Freistand für die Arbeiten am Bienenvolk öffnen. Bei manchen Freiständen lässt sich das Dach zusätzlich noch anheben. Insgesamt bietet der Freistand natürlich besseren Schutz gegen Wetter und Diebe als die freie Aufstellung auf einer Palette. Und mit etwas liebe gestaltet, ist ein Freistand auch schön anzusehen und ein Blickfänger. Andererseits entstehen zusätzliche Kosten für Erstellung und Pflege. 

Das Bienenhaus bietet den besten Schutz der Bienenkästen und zusätzlich Stauraum für Arbeitsgeräte und nicht verwendete Beuten. Der Aufwand und die Kosten lohnen sich allerdings nur, wenn man schon ein paar Jahre imkert und sich sicher ist, dass das Hobby zu einem passt. Der Vorteil vom Bienenhau ist unter anderem, dass man wind- und wettergeschützt arbeiten kann (auch wenn man nicht bei jedem Wetter an den Bienenarbeiten sollte).

Ich empfehle Anfängern mit der freien Aufstellung zu beginnen und die ersten Erfahrungen zu sammeln. Wer dann langfristig Freude an der Imkerei findet, der kann später immer noch eine aufwändigere Bienenbleibe bauen.

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