[:de]MAQS ist zugelassen – jetzt gilt es Erfahrungen zu sammeln[:]

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MAQS ( Mite Away Quick Stripes ) hat man hier und da immer wieder mal gehört. Nun ist das Arzneimittel auch in Deutschland frei verkäuflich. Da für dieses Jahr wegen des milden Winters mit einem hohen Varroabefall gerechnet wird, scheint diese Neuheit gerade recht zuz kommen. Im Grunde handelt es sich um einen alten Bekannten im neuen Gewand: die Ameisensäure
Der Unterschied ist nur, dass die Ameisensäure in einem biologisch abbaubaren Gel gebunden ist. Dadurch braucht der Imker in diesem Fall nicht mit flüssigen Säuren arbeiten und die Anwendung ist durch Auflegen auf die Brutzarge schnell erledigt (Achtung: vor Nutzung unbedingt Gebrauchsanweisung des Herstellers sorgfältig lesen!).

Das große Alleinstellungsmerkmal bei dem Varroamittel ist, dass es auch während der Tracht angewendet werden darf. Auch der Preis ist nicht von schlechten Eltern, der liegt pro Behandlung und Bienenvolk ungefähr bei 6,90€ – 9,00 €. Damit liegt der Preis pro Behandlung ca. 5-10 Mal höher im Vergleich zu anderen Anwendungsmöglichkeiten der Ameisensäure.
Dass dieses Produkt nun auch während der Tracht eingesetzt werden darf, eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Geschäftsorientierte Imker können bei hohem Varroabefall die Rechnung aufmachen ob es sich lohnt mit MAQS zu behandeln und weiter Honig einfliegen zu lassen oder der Honigraum abzuräumen und mit MAQS oder anderweitig zu behandeln. Ökonomisch scheint der Fall klar, ethisch sieht es schon wieder anders aus. Das muss jeder Imker selbst mit sich ausmachen.

Institute empfehlen es erstmal langsam mit dem neuen Arzneimittel angehen zu lassen, da es in Deutschland noch kaum Erfahrungen damit gibt (siehe Artikel). Eine interessante Alternative zu den bisherigen Möglichkeiten ist es allemal.

Weitere Infos zu MAQS gegen Varroa.

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